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Ilumination

"Wo steht im Dunkel, das uns hält,
unser Leben, eine Kerze?
Was tut man blind in dieser Welt,
Prisma in der Schwärze?

Ein Weg, ein Pfad, ein Hoffnungstor,
“Alles schwarz, ich war schon hier!"
Aus düstren Ecken dumpfer Chor
erhallt im Geiste:"Wehe mir!"

"Da vorn, ist das da Morgenrot?
trügerisch, das gibt es nicht!
Im wahren Licht ist nur der Tod
die Hoffnung, die ins Auge sticht!"

Und als die Nacht vergeht
im Sturm des Lichts,
da ist er fort,
es gab ja nichts.



Post Apocalyptica

Und im Winde heulen die Zeiten,
vergangen im Rascheln der Äste.
Und Echos, die uns vorbereiten,
ungehört, weil "blasse Reste".

"Spitze die Ohren, mein Kind,
erweise den Toten die Ehre!"
So sprach es die Stimme Vernunft,
ungehört, "antike Lehre!"

Und im Winde heulen die Schreie,
vergangen im rasenden Leid.
Und Echos, die einst vorbereitet,
waren doch bloß dummes Geschwätz!


Suchend

Oh du kalter Stein in mir,
Zeige mir das Himmelsreich!
Fragen, Fragen, "bin ich hier?",
sind im Meere nur ein Teich!

Sag die Antwort, endlich, Sprich!
Was die Welt zusammen hält.
Hab ich doch, so sehe ich!,
nichts erkannt auf dieser Welt!

Doch die größte aller Fragen,
alter Stein, die stell ich jetzt!
Was, erzähle mir, kann Liebe sagen,
Wenn sie doch den Geist verletzt?


Verlorene Zukunft

Vergangen nun die alte Zeit,
verborgen dort in Dunkelheit
der Zukunft, gleichsam schwarz
im dunklen Griff des Lichts.

Geblendet durch den Lauf
der dir zu eigen, hast du dir
naiv die Pfade selbst gebaut,
Verworfen den Instinkt.

Was bringt die Zukunft? Nichts
erwarten, einfach kommen lassen.
Erblinde und erkenn
den klaren Weg des Lebens.


Selbsterkenntnis

"Lasst liegen dort, was nicht
der Rede wert erscheint.
Im Schlamm versinkt kein Licht,
es geht nicht unter, nie!

Wo Schatten ist, kommt Tod
hervor, wo Asche ist,
kein Baum, kein Grün, verlorn!
So suchet nie im Unbekannten!
Denn dem Menschen wirkt
nur gut, was als solches er erkennt!"


Am Siedepunkt der Weisheit

"Genannter Meister, sage mir:
Was siehst du dort im Abendlicht,
der alten Zeit, dem Einst und damals?"
"Du stehst an der Erkenntnis Pforte,
erkennst doch das Vermächtnis nicht?!"

"Was findest du im Topf verbrannt?
Lebendig heißt dort tot, Moral Verrat!"
"Sie lehren uns: was sie verdarb
ist längst nicht tot, niemals vergang´!

Sie sagen dir: was wir getan
das tue nicht!"
"Doch lernen tut ihr nichts daraus!
Was sagen eure Taten mehr als Tod?

Ihr geht im Garten der Erkenntnis
wie Leichen in der Welt umher.
Ihr seht die Bäume dieser Fehler,
behütet ihre Triebe, "lernt" daraus."

"Wir bringen dieser Welt den Schimmer
einer Hoffnung, neuem Selbst.
Die Fehler der Vergangenheit,
sie trüben unsre Zukunft sehr!"

"Und doch begeht ihr sie
von neuem immer wieder!
Wo ist das Neue, das Gelernte?
Sag mir, wann erkennt ihr denn,
dass Erkenntnis mehr als
dumpfes Feststelln ist?!"


An Gottes Pforte

"Wo willst du hin, mein Kind,
jetzt,da alles verloren ist?
Wo führt dein Pfad dich hin
auf vergang´nen Stufen?

Was suchst du dort im Staub,
nun, da Zeiten ihn dir ließen?
Was suchst du noch im Laub
der Äonen, dunkler Nächte?

Was, glaubst du, wirst du finden
hier, im Reich der Schatten?
Was willst du denn verbergen,
Stolz, Ruhm, keine Weitsicht?

Was willst du noch erreichen
auf der Welt, hast du doch,
lang, bevor du warst gebor´n,
dir Bedeutendes gesehen!"


Das Ende aller Tage

In dunklen Gassen stehen sich
Tod und Teufel gegenüber.
Ein dunkler, schwarzer Engel ficht
im Angesicht mit Gott.

Erstickend schwarzer Rauch verhüllt
Himmel, Erde, Licht, nur Feuer.
Das letzte, was der Mensch behält
Verbleibt im Höllenmeer.

Auf schwarzen Pfaden kämpfen hart
blinde Massen in den Gräben.
Der letzte Regen dieser Welt
trommelt hart auf Stein.

"Ein Traum, ein Traum, es ist ein Traum!"
Dröhnen. Bomben in der Tiefe.
Der Wahnsinn steht ihm ins Gesicht
geschrieben, brennend heiß.

Die Rettung ist schon lang verpasst,
Kriege muss es nun mal geben.
Das Antlitz dieser Welt vergang´
im Regen all der Bomben.


Hass der Vampire

Dunkel steht der Mond am Himmel,
Wie das Zeichen einer düstren Nacht.
Auf den Gräbern herrscht nun viel Gewimmel,
Schon aus dunklen Seelen Hass erwacht.

Für Vampire kommt die Zeit,
Da die Opfer reich vorhanden.
Bloß die Weisen sind für´n Kampf bereit,
Haben diese Prüfung gut bestanden.

Doch der Rest hat aufgegeben,
Wird vom Bisse schnell besiegt.
Fortan scheint das Herzen wie vergeben,
Und der Rest Vernunfte schnell versiegt.

Tod, Verderben liegt in diesem Pfad,
Den Vampire ihren eig´nen nennen.
Blute, notfalls mit Verrat,
SO Vampire stets auf Opfer brennen.

Diese werden selbst die Täter,
Hasse fordert sein´ Tribut.
Nichts sind wert die eig´nen Väter,
All was zählt ist nun die Wut.

Doch ist Hoffnung noch nicht tot,
Auch Vampire kann man heilen.
Schatten geht im Morgenrot,
Bis zur Nacht er wird verweilen.

Wer nun schaudert vor Vampiren:
Laufe vor dir selbst davon!
Deine Seele wird bei Wut verlieren,
Wiedermal hat Hass gewon´!

Doch der Reste höre dies:
Wehret dem Vampir im Geiste.
Nur wer Hass die Seele ließ,
Dessen Herzen er vereiste.



Der Namenlose

Pflichtbewusst geht er durchs Leben,
Wie ein Blatt an einem Baume hängt.
Nichts ist wert sein eig´nes Streben,
Zum Gehorsam ihn der Kriegsherr drängt.

Namenloser in der Menge,
Deren Schweiß doch bloß im Baume bleibt.
Angetrieben: nur mit Strenge,
Oh ja, Krieger sein ist pures Leid.

Sterben würd´ er wie befohlen,
Wie ein Blatt erhofft er Sonnenschein.
Seine Rechte: längst gestohlen,
In der Menge ist er bloß allein.

Einst wird er ins Feld gerufen,
Nun ist düster Herbstes Zeit.
Birken, Eichen oder Buchen,
Wo man schaut ist groß das Leid.

Lange kämpft er um sein Leben,
Kommt dem Rest brutal zuvor.
Eig´nes Leben höchstes Streben,
Keins der Fleh´n erreicht sein Ohr.

Nichts als Erd´wird übrigbleiben,
Die den Krieg alsbald von neuem nährt.
Nichts bericht´von seinen Leiden,
Selbst im Tode bleibt der Nam´verwehrt.


Mauerbau

Durch weiten Lauf erstarrt zu Eis,
die schwarze Maske schreit verzerrt.
"Das Schlachtvieh, wie ja jeder weiß"
ein alter Mann, der Hunger nährt.

In weiten Gassen hallt der Schrei,
zerspringt, verstärkt von Tausend gleich.
Ein neuer Tag, doch schon vorbei,
zerstört, verstümmelt durch das Leid.

Wo so viel Hass die Runde macht
verbleibt Vernunft im Hinterhaus.
Die Mauer wächst, es bleibt die Nacht,
denn der Mörtel geht nie aus.


Tiefe Töne

Töne, die durch Lüfte fliegen,
und mich tief im Innern treffen,
können selbst die Träume biegen,
kann man nicht mit Zahlen messen.

Harmonie, wohin man hört,
weg vom hier, zurück ins war,
und alles, was mich einst gestört
das ist jetzt wieder da.

Und wenn der Song dann wieder geht
dann bin ich ganz allein.
Und alles, was mir dann noch bleibt
ist die Erinnerung.


Borderline

Langsam schweift mein Blick umher
im blau-türkisen Wunderland.
Hell ist´s hier, ich blinzel sehr
am steinig-tiefen Küstenrand.

Hinter mir ist hoher Stein
mal gelb, mal grau, so schön und trist.
Es scheint, als sei man hier allein,
keine Hektik, die die Seele frisst.

Vor mir liegt das Meeresreich
so rastlos wild und tosend laut.
Seine Farben: Blau, nicht bleich
und Wellenberg´, wohin man schaut.

Wo ich bin, da ist es laut
und seltsam still zugleich.
Wo Wellenberg auf Steine haut,
wird Wasser Gischt und Hart zu Weich.

Seltsam, wie ruhig Chaos sein kann!


Ohne Titel

Rote Sonne im düsteren Wind,
ich vermisse es, mein Wüstenkind!
Grobe Körner im güldenen Meer,
kratzen die Seele so sehr.
Und mit jedem Tag im Paradies
kommt die Nacht so bitterkalt.




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